„Innovation und sozialer Wandel braucht andere Führung“

Die Organisation

Bei der Unterstützung von sozialen Gründer*innen hat Ashoka gesehen: Es ist nicht nur wichtig, woran eine Organisation arbeitet, sondern auch wie man sie führt. Gesellschaftlicher Wandel braucht menschlichere, partizipativere Formen der Führung. Ashoka will deshalb selbst Labor sein und experimentieren, wie viel möglich ist und was wir dabei über uns und eine neue Form von Gemeinschaft und Unternehmertum lernen können.

Warum New Work und Inner Work?

Bei der Unterstützung von sozialen Gründer*innen hat Ashoka gesehen: Es ist nicht nur wichtig, woran eine Organisation arbeitet, sondern auch wie man sie führt. Gesellschaftlicher Wandel braucht menschlichere, partizipativere Formen der Führung. Ashoka will deshalb selbst Labor sein und experimentieren, wie viel möglich ist und was wir dabei über uns und eine neue Form von Gemeinschaft und Unternehmertum lernen können.

Unsere konkreten New-Work-Praktiken

 

Wir haben 2016 die formale Hierarchie abgeschafft. Jedes Teammitglied kann nach Konsultation der betroffenen Teammitglieder jede Entscheidung treffen. Alle permanenten Mitglieder des Teams bezeichnen sich als „Partner:innen“.

Sogenannte Keeper halten den Raum für zentrale Prozesse wie Finanzen, Strategie, HR, Kultur etc. halten. Den Raum halten heißt hierbei nicht, alleinige Verantwortung zu haben, sondern sicherzustellen, dass im Tagesgeschäft diese zentralen Themen genug Raum im Team haben.

 

Über alle Entscheidungen herrscht größtmögliche Transparenz, inklusive der Gehälter.

 

Bei uns tragen alle Mitarbeiter*innen Führungsverantwortung – für sich, das Team und die Gesamtorganisation. In welcher Rolle und Umfang kann jede*r selbst gestalten entlang ihrer Interessen und Kompetenzen. Entscheidungen sollen dort in der Organisation gefällt werden, wo die meiste Kompetenz liegt; Projekte so auf- und umgesetzt werden, dass sie die größtmögliche Wirkung entfalten

 

Die wichtigsten Regeln für unseren gegenseitigen Umgang, insbesondere unsere Konsultations- und Konfliktlösungsprozesse, sind in einem Kodex verschriftlicht.

Unsere konkreten Inner-Work-Praktiken, mit denen wir die Basis dafür schaffen

Das Fundament an Selbstkenntnis, Vertrauen und Kommunikationsfähigkeit für dieses hohe Maß an Selbstverantwortung und Selbstorganisation hat Ashoka über Monate eingeübt, mit tiefgehenden Einzel- und Gruppenreflektionen, Persönlichkeitstests und erfahrungsbasierten Übungen zu Triggerpunkten und selbstsabotierenden Mustern.

Alle Teammitglieder, auch neue, teilen selbst erstellte Persönlichkeitsprofile miteinander (z.B. ein „User Manual for Working With Me“), die teilweise auf Selbstreflektion, teilweise auf professionellen Frameworks wie dem Gallup Strengthsfinder oder Positive Intelligence beruhen.

Jeder Teamtag (alle 8 Wochen) startet mit einem ausführlichen Wellbeing-Checkin. Inhaltliche Diskussionen führt das Team in neuen Formaten wie Triaden, Fish Bowls etc. Bei spannungsgeladenen Themen schaltet das Team eine Selbstreflektionsrunde vor, um die Emotionen und Befürchtungen im Raum auszusprechen – und was jede*r brauchen wird, um sich sicher zu fühlen. Mindestens einmal im Jahr trifft sich das Team zu einer Supervision, sozusagen zu einem Kulturcheck.

Alle (größeren) Meetings starten mit kurzer Meditation und einem Check-in (“Wie komme ich gerade an?“ „Was erwarte ich von dem Meeting?“), der vor allem das Ziel hat, Bewusstsein über die aktuelle Lage der andere zu erlangen. Wir nennen dies “als ganzer Mensch bei der Arbeit sein”. Jedes größere Meeting endet mit einem auf Selbstreflexion fokussierten Check-out. Eine persönliche Check-in-Frage beim wöchentlichen Teammeeting fördert das Kennenlernen, Vertrauen und die Kommunikationsfähigkeit.

Ansprechpartner

Katharina Hinze

Weitere Infos https://www.ashoka-deutschland.org/